Auf der Suche nach der Sonne

Auf der Suche nach der Sonne

Schon vor Reiseantritt konnten wir uns nur schwer entscheiden, wie wir unsere Reise beginnen wollten. Über Süd- und Südosteuropa hängt ein Regengebiet, dass es uns schwer macht ein erstes Reiseziel festzulegen. Jede aufflammende Idee, welches Ziel wir als Erstes ansteuern könnten, wird mit einem Blick auf die Wettervorhersagen im Keim erstickt. Wir entscheiden uns, unsere Reise so zu beginnen, wie die Jahre davor auch schon, denn letztendlich ist es doch völlig egal, wo wir nass werden, dass wir nass werden steht definitiv fest. Trockene Fleckchen sind auf der Wetterkarte im Moment nicht zu finden, also fahren wir wie immer, die etwas mehr als 900 km nach Postojna in Slowenien, wo wir beschließen zwei Nächte auf dem Campingplatz “Pivka Jama” zu bleiben. Als wir auf dem Campingplatz ankommen regnet es nicht, wir freuen uns, bauen unseren Kram auf und stiefeln mit den Hunden los. Die Hundemädels und wir haben 12 Stunden Autofahrt hinter uns, jetzt wird es endlich Zeit für einen Waldspaziergang. In dem, an den Campingplatz angrenzenden Wald, steht alles voller Bärlauch, also ist das Abendessen für den kommenden Tag auch gleich beschlossene Sache, für heute sind wir zu müde um noch Grünzeug zu sammeln, außerdem wollen wir lieber auf Nummer sicher gehen und nochmal googeln, wie wir Bärlauchblätter und Maiglöckchenblätter sicher voneinander unterscheiden können, im Waldgebiet steht nämlich beides einträchtig nebeneinander. Der heutige Abend endet für uns recht früh, mit schnellen Nudeln, einer guten Flasche Rotwein und Regen inklusive Gewitter.
Am folgenden Tag bereuen wir unsere Entscheidung einen Tag in Postojna zu bleiben relativ schnell. Es regnet fast den ganzen Tag und es ist saukalt. Wir gehen Bärlauch fürs Abendessen sammeln, schließlich wissen wir ja, dank Google, jetzt wie wir ihn von Maiglöckchen sicher unterscheiden können. Henning zaubert ein Bärlauchpesto und wir fangen releativ früh an, mit einem Gläschen Wein gegen die niedrigen Außentemperaturen anzukämpfen. Ich wollte ja zu Hause noch ne Flasche Glühwein einpacken, aber Henning meinte, dass wir den nicht brauchen werden. So kann man sich irren! Um es kurz zu machen, dass Bärlauchpesto schmeckt hervorragend, der Wein auch, die neue Standheizung funktioniert gut und heizt die Kabine auf kuschelige Temperaturen. Wir beenden den Abend trotzdem bei Zeiten. Wir wollen weiter, irgendwo muss die Sonne doch sein.
Der ursprüngliche Plan sah vor, dieses Jahr endlich mal die Plitvicer Seen zu besuchen, ein Blick auf die Wettervorhersagen verrät aber, dass uns das nicht viel Spaß machen wird. Wir beschließen schneller als ursprünglich geplant, weiter in den Süden zu fahren. Wir haben den Regen satt. Die Wettervorhersagen für Split sind nicht super, aber immerhin scheinen sich trockene Episoden zwischen die Regenschauer zu schieben, dass wird also unser Ziel, wenn auch nur für eine Nacht, außerdem wollen wir endlich mal Essen gehen und nicht selbst kochen, daher ist schnell ein Campingplatz mit Restaurant ausfindig gemacht und angesteuert. Wir wundern uns, wie voll der Campingplatz Mitte Mai bereits ist, aber für uns ist noch ein Plätzchen frei, im Restaurant gibts für uns die Fleischplatte mit Pommes für Zwei und in der Nacht regnet es. Was auch sonst!
Wir beschließen weiter bis nach Dubrovnik zu fahren und stellen fest, dass es auch hier kalt und regnerisch ist, da müssen wir wohl jetzt einfach noch zwei Tage durch. Laut Wetterprognosen wird es zum Ende der Woche schön, warm und sonnig, dann gehts weiter nach Montenegro. Bis dahin sitzen wir das Wetter, bei einem Glas Wein aus.


7 Gedanken zu „Auf der Suche nach der Sonne

  1. Das tut mir ja leid, dass Ihr so sch… Wetter habt. Aber es ist ja noch soooo viel Zeit für Sonne und schönes Wetter. Hier regnet es auch. Bis zum nächsten Bericht tschüss Mutti!

  2. Hi,
    Wenn ihr bei Dubrovnik einen schönen Campingplatz braucht kann ich euch den “Camp Pod Maslinom” in Orasac empfehlen. Der ist gut und günstig…

    1. Hallo Mike, ja den kennen wir auch schon, haben aber dieses Jahr „Camping Kate“ in Mlini ausprobiert … auch schön und durchaus empfehlenswert.

  3. Wein war schon immer der beste Helfer in allen Notlagen^^ auf welchem Campingplatz seit ihr Nähe Split untergekommen? Wir drücken die Daumen für heiße Tage und trockene Nächte :p

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